Kostenfallen in der Videoproduktion - Episode 17 - Die Auslieferung

Kostenfallen – Episode 17 – Auslieferung

Der Film ist fertig. Alles hat mehr oder minder gut funktioniert. Jeder ist glücklich. Nun geht es darum den Film auszuliefern. Was früher in der Regel auf DVD passierte wird mittlerweile kaum noch gemacht. Auch USB Sticks sterben mehr und mehr aus. Die digitale Auslieferung eines Films ist zum Standard geworden. Das hat viele Vorteile. Zum Einen ist die Internetgeschwindigkeit oftmals so gut, dass sich Filme problemlos online anschauen lassen. Zum anderen ist mit der Ausgabe eines Films über ein Offlinemedium, also eine DVD, Blu-ray oder einen USB Stick, noch weitere Arbeit verbunden. Eine DVD muss in einer Verpackung ausgeliefert sein. Idealerweise ist die DVD bedruckt. Ein Illustrator sollte die Gestaltung übernehmen. Doch nicht nur die DVD selbst sollte bedruckt sein. Eventuell lohnt es sich auch über die Bedruckung der Verpackung nachzudenken. Und so kommen plötzlich Kosten auf, die im Vorfeld eventuell gar nicht klar waren.

 

Nächster Punkt: Was macht eine Person mit einem USB Stick. Natürlich lässt sich nicht für alle sprechen, aber der Großteil schließt den Stick an, löscht die Daten darauf und nutzt ihn privat. Eine Filmauslieferung darüber ist also zu häufig vergebene Liebesmüh. Eine Auslieferung auf solchen Medien ist also kaum noch lohnenswert. Umso besser ist das auch für die Auftraggeber des Films, denn so werden viele Kosten eingespart. Ein wenig Geld muss man in die Hand nehmen für den Fall, dass ein Film auch für das Kino ausgewertet werden soll oder dass er im TV gezeigt werden soll. Je nach Kino oder TV Sender werden unterschiedliche Formate verlangt in die der Film konvertiert werden muss. Das geht mal mehr, mal weniger einfach. Gerade für Kinonutzung müssen häufig Sonderformate hergestellt werden, die nicht jedes Filmproduktionsunternehmen handhaben kann. Hier fallen dann (geringe) Kosten für diese Transkodierung an.

 

Bei der Auslieferung kann es übrigens auch zu ganz banalen Problemen kommen. Nämlich dann, wenn sich das Filmproduktionsunternehmen nicht auskennt mit Formaten. Auftraggeber gehen natürlich zu Recht davon aus, dass ein professioneller Dienstleister in diesem Bereich weiß, was er tut. Doch wird ein Film „falsch“ konvertiert, dann kann sie das in ganz unterschiedlich sichtbaren Fehlern äußern. Sichtbare Bildfehler, zu helle oder düstere Farben oder schlicht und ergreifend das falsche Dateiformat für bestimmte Anwendungen können Probleme sein. Solche Fehler zu beheben führt natürlich nicht zu weiteren Kosten, sondern eher zu einem weiteren zeitlichen Aufwand, der unnötig ist.

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