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Pionierfilm erklärt: Dreharbeiten im OP

Das müssen Sie wissen

Das Problem

Eine Filmproduktion im Operationsaal oder medizinischen Laboren und Instituten stellt an das Team besondere Herausforderungen. Denn es ist ein großer Unterschied, ob ein Filmprojekt für Werbung, Dokumentation oder Lehre in einem öffentlichen Raum, bei einem Unternehmen vor Ort oder in einer medizinischen Arbeitssituation erfolgt. Eine OP filmen erfordert großes Know-How der beteiligten Personen und Perfektion am Dreh, denn eine Wiederholung der Szene ist zwangsläufig nicht möglich. Des Weiteren gilt es sich in diesem speziellen Arbeitsumfeld auch entsprechend zurecht zu finden und zu verhalten.

Worauf es ankommt

Es gibt einige relevante Punkte, die einzuhalten sind, wenn in einem OP oder einem medizinischen Umfeld gedreht wird. Nicht jedem ist bewusst, welche Rolle jeder einzelne der Punkte spielt – vor allem im Hinblick auf die verwendete Technik aber auch auf die Vorschriften:

• Wissen und Einhalten aller Hygienevorschriften
• Aufenthalt nur in nicht-sterilen Bereichen
• Spezielle Lichtsituation im OP
• Ungehinderter Ablauf für OP Personal
• Aufzeichnung von OP-Monitoren
• Flexibles Zeitmanagement
• Diskretion

Das Licht

Eines der wesentlichen Problem vor die ein Kamerateam in einem OP gestellt wird ist die Lichtsituation. Die Grundbeleuchtung des Raumes und die Beleuchtung der OP Stelle unterscheiden sich gravierend. Kameratechnik kommt mit diesem Problem kaum klar. Zu wissen wann welche Kamera zum Einsatz kommen muss und wie diese Kamera eingestellt sein muss, und dies vor allem schnell umzusetzen, ist Erfahrungssache. Gerade mit Blick auf den begrenzten Aktionsraum innerhalb eines OPs ist es wichtig zu wissen wie die Technik in puncto Licht arbeitet.

Blut sehen können

Ein entscheidender Punkt, der häufig unterschätzt wird ist die Fähigkeit des Kamerateams mit der Situation umgehen zu können. Nicht jeder Kameramann ist dafür gemacht in einem OP zu arbeiten. Wer nicht täglich damit konfrontiert ist, kann solch eine Situation ggfs. vor Ort nicht ohne Probleme bewältigen. Kreislaufprobleme gehören dabei zum geringeren Übel. Aus diesem Grund muss ein Kameramann bereits Erfahrung gesammelt haben und genau wissen, ob es mit der Situation umgehen kann. Dabei geht es nicht zwangsläufig nur darum, dass jemand Blut sehen kann, sondern vielmehr auch um den Fakt, wie ein menschlicher Körper, ganz rational gesehen, plötzlich zu einem Arbeitsobjekt wird.

Moderne OP Technik

Je moderner ein OP, desto mehr technische Geräte inkl. Monitoring sind vor Ort. Diese Monitore müssen heutzutage nicht mehr mit einer Kamera abgefilmt werden. In der Regel kann das Signal direkt von den Monitoren abgegriffen und aufgezeichnet werden. Hierzu ist es jedoch nötig, dass die entsprechende Technik auch vom Kamerateam beherrscht wird und vor allem vorhanden ist.
Da moderne Geräte eine Vielzahl unterschiedlicher Optionen offen lassen muss es auch möglich sein diese nutzen zu können.

Zeitmanagement

Nicht immer verlaufen Operationen so, wie es sein soll. Während der OP tritt eine Komplikation auf, die den OP Verlauf nach hinten verschiebt. Darauf muss ein Team gefasst sein und entsprechendes Durchhaltevermögen an den Tag legen. Gerade wenn es darum geht mehrere OPs nacheinander zu filmen kann es sein, dass ein Arbeitstag wesentlich länger wird als ursprünglich geplant. Die Luft in OP Räumen, stetig wiederkehrende Geräusche, etc. wirken dabei oft ermüdend und konzentrationsraubend. Mit dieser Situation umgehen zu können ist ebenso wichtig wie mit allen anderen kameratechnisch gesehenen Widrigkeiten während einer Operation.

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Agenturen, News

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