Für den Film Selma haben wir eine Untertitelung und Lippensynchronisation durchgeführt.

Untertitelung und Lippensynchronisation von Selma

Für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit haben wir zu insgesamt zwei Filmen die Untertitelung und Lippensynchronisation durchgeführt. Einer davon war der Film Selma von Regisseur Mohamed Ben Attia. Die arabische Originalfassung haben wir nach Deutsch synchronisiert. Dies geschah Lippensynchron mit insgesamt sechs Sprechern und Sprecherinnen. Zusätzlich zur Lippensynchronisation musste der Film neu vertont werden, da es keine Originalschnittdaten mehr gab.

 

Das hieß, dass wir zudem auch sämtliche Geräusche innerhalb des Films nachproduzieren mussten. Vom Regen, der auf eine Autoscheibe prasselt über den Straßenverkehr an einer Bushaltestelle bis hin zu den Geräuschen eines Großstadtparks. Schlussendlich erstellten wir von dieser deutschen Version des Films noch eine Fassung mit deutschen Untertiteln und eine weitere mit arabischen Untertiteln. Jede Menge Arbeit also, die wir jedoch in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Experten ihres Faches problemlos durchführten.

Untertitelung und Lippensynchronisation - Das Vorgehen

Bevor ein Spielfilm synchronisiert werden kann muss klar sein, wie viele Sprecher und Sprecherinnen benötigt werden. Auch das Stimmalter ist wichtig. Bei "Selma" konnten wir mit insgesamt sechs unterschiedlichen Stimmen arbeiten. Bevor diese jedoch ins Studio zur Aufnahme kommen konnten musste der Originalton des Film transkribiert, also quasi abgeschrieben werden. Wir sprechen kein Arabisch, weshalb diese Aufgabe von einem arabischen Muttersprachler übernommen wurde. Auch die Übersetzung nach Deutsch wurde von einem qualifizierten Übersetzer durchgeführt. Mit dieser deutschen Version des Films ging es nun an die Erstellung einer sogenannten Take-Liste. Diese besagt, wann der Sprecher oder die Sprecherin was sagen muss. Zeitgleich mit der Erstellung dieser Liste wurde die Übersetzung angepasst.

 

Lippensynchronität wird nur erreicht, wenn das gesprochene Wort auch zu den Lippenbewegungen passt. Hier kam unser Synchronregisseur Brian Morrison zum Einsatz. Auf Basis der dann erstellten Liste, die auch Synchrondrehbuch genannt werden kann, wurden die Aufnahmen durchgeführt. Dabei achtete Brian Morrison vor allem auf Intonation und Gefühl. Schließlich musste die deutsche Fassung das Gefühl der jeweiligen Person während des gesamten Films widerspiegeln. Die Aufnahmen wurden geschnitten und angepasst. Die Vertonung erfolgte nach demselben Konzept: Welche Geräusche werden wann benötigt? Wie können diese generiert werden? All das führte Audiopionier Daniel Schuler durch. Schlussendlich wurden Synchronaufnahmen und Geräusche zusammengeführt.

 

Für die Untertitelung wurde der angepasste Deutsche Text zurückübersetzt nach Arabisch und parallel dazu als deutscher Untertitel angepasst. Nur so ist es für den Zuschauer möglich auch das zu lesen, was gesagt wurde. Dies beschreibt im Wesentlichen das Vorgehen, wenn es um Untertitelung und Lippensynchronisation von Filmen geht. Wollen Sie mehr darüber wissen, so besuchen Sie uns hier.

Projektdaten zur Synchronisation

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit
Synchronstudio: Pionierfilm GmbH
Synchronregisseur: Brian Morrison
Audiotechnik: Daniel Schuler
Sprecherin Selma: Petra Mott
Sprecher Sachbearbeiter: Charles McThorn
Sprecherin Mama Chedlia: Karin Dieck
Sprecherin Syrine: Romy Ullmann
Sprecherin Versicherungsangestellte: Tanja Götemann
Sprecher Automechaniker: Wolfgang Rositzka

 

Impressionen der Synchronisation

Brian Morrison zusammen mit Petra Mott während der Synchronisation des Films Selma.
Sprecherin Petra Mott im Synchronstudio der Pionierfilm.
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News, Synchronisation

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