Die unterschiedlichen Formen der Synchronisation im Vergleich.

Unterschiedliche Formen der Synchronisation

Immer wieder bekommen wir die Frage gestellt nach den unterschiedlichen Formen der Synchronisation. Dabei geht es darum Filme aus anderen Sprachen nach Deutsch zu synchronisieren oder umgekehrt. Prinzipiell gesehen gibt es vier unterschiedliche Formen der Synchronisation. Dazu zählen: Lippensynchronisation, Voice-Over / Sprecher/in, Zeitsynchronisation, sowie die klassische Untertitelung. Die einzelnen Formen der Synchronisation unterscheiden sich in ihrer Wirkung auf den Zuschauer, sowie in den dafür nötigen Ausgangsdaten. Auch Kosten spielen dabei eine wesentliche Rolle. Etwas weiter unten haben wir anhand von Videobeispielen die einzelnen Formen miteinander verglichen. Wollen Sie mehr über unseren Service im Bereich der Vertonung lesen, dann besuchen Sie uns hier.

Lippensynchronisation

Lippensynchronisation ist mit Abstand die beste Möglichkeit, um das "Gefühle" eines Films beizubehalten. Hierbei ist es wichtig, dass eine dem Originalcharakter passende Stimme gewählt wird. Auch ist es wichtig, dass die vorliegende Übersetzung explizit für die Lippensynchronisation angepasst wurde. Man spricht hierbei auch von einem Synchrondrehbuch. Ausschlaggebend hierbei ist, dass die Silbenanzahl der Synchronsprache in etwa der Silbenanzahl der Ausgangssprache entspricht. Je deutlicher die Mundbewegung in der Ausgangssprache zu sehen sind, desto wichtiger ist, dass die Synchronsprache so optimal wie möglich angepasst wird. Hierbei geht es hauptsächlich um "sichtbare" Laute wie Vokale z.B. Lippensynchronisation ist preislich gesehen wesentlich aufwendiger als alle anderen Formen der Synchronisation. Der Grund ist, dass hier mehr getan werden muss, als bloß einen Text zu übersetzen. Dieser muss in ein Synchrondrehbuch umgearbeitet werden. Zusätzlich muss ein geeignetes Sprechercasting statt finden. Lippensynchrone Aufnahmen im Tonstudio dauern zudem länger.

Zeitsynchronisation

Wir empfehlen diese Art der Synchronisation in aller Regel nicht. Hierbei wird der Originalton ausgeblendet, also für den Zuschauer ist er nicht mehr hörbar. Statt dessen ist die Synchronsprache zu hören, die sich nach der Dauer des Originaltons richtet, nicht aber nach den Lippenbewegungen. Für den Zuschauer wirkt dies unweigerlich so, als ob eine Lippensynchronisation geplant war, diese aber komplett misslungen ist. Diese Art der Synchronisation kommt häufig ganz automatisch zustande, wenn eine 1:1 Übersetzung der Ausgangssprache gemacht wurde. In aller Regel müssen Übersetzungen noch explizit für den Sprecher angepasst werden.

Voice-Over / Sprecher

Diese Option eignet sich sehr gut, wenn nicht das Budget für eine Lippensynchronisation zur Verfügung steht und eine Untertitelung nicht in Frage kommt. Im Prinzip isi hier, ähnlich wie bei der Zeitsynchronisation, eine Sprecherstimme zu hören. Jedoch ist der Ausgangstext normalerweise nicht 1:1 übersetzbar. Er muss in aller Regel abgeändert werden, so dass die Synchronspur kürzer ist als die Originalspur. Bei Filmen in denen keine sprechende Person im Bild zu sehen ist, sondern auch im Ausgangsfilm nur ein Sprecher zu hören ist, ist es nur bedingt nötig, dass die Synchronsprache angepasst wird. Normalerweise gibt es hier noch mehr Optionen im Filmschnitt.

Untertitelung

Die günstigste und am schnellsten umsetzbare Form der Synchronisation ist die Untertitelung. Hierbei wird der übersetzte Text schriftlich eingeblendet. Gleichwohl muss dieser Text auch für die Untertitelung angepasst werden. Hauptsächlich geht es hierbei um die Lesbarkeit für den Zuschauer. Der Nachteil einer Untertitelung ist, dass das Gehör eine Sprache hört und die Augen eine andere Sprache lesen. Dies führt bei nicht in Untertiteln geübten Personen zu Verwirrung. Dennoch ist der Kostenaufwand für eine Untertitelung nahezu unschlagbar.

Die unterschiedlichen Formen der Synchronisation

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Vielen Dank an Jonathan Tilley, der uns als Präsenter vor der Kamera zur Verfügung stand und an Pionier Brian Morrison, der als Sprecher fungiert.

Categories:

News, Synchronisation

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